Die Kanzel

Die Kanzel

Im Zuge der Restaurierung unserer Kirche 1879-1881 wurde eine neue Kanzel in der Kirche aufgestellt. Der Verbleib der alten Kanzel ist unbekannt. Es wird vermutet, dass sie Eingang in die St. Johanniskirche in Lüneburg gefunden hat. So vermutet es Superintendent i. R. Martin Voigt. Das konnte aber bisher nicht nachgewiesen werden.

Die Tischlerarbeiten der neuen Kanzel besorgte Tischlermeister August Ebeling aus Lüneburg für 450 Mark. Die Verzierung der Kanzeltreppe schuf der Bildhauer Wilhelm Tester aus Bevensen für 40 Mark. Die fünf Bilder an der Außenwand malte H. Fischbach, Kunstmaler aus Lüneburg für 150 Mark.

Der Kanzelkorb hat eine sieben-flächige Grundform. Eine Seite ist für die siebenstufige Treppe ausgespart. Die Breite der einzelnen Flächen beträgt außen 54 cm und innen 39 cm. Die Flächen sind jeweils 98 cm hoch. Die Kanzel steht 148 cm über dem Fußboden. Das Material ist Eichen-, Nussbaum- und Mahagoniholz. Beschreibung der Bilder: Matthäus, Markus, Christus als guter Hirte, Lukas und Johannes. Die Evangelisten sind als Menschen dargestellt und werden jeweils von einem deutenden Symbol mit Flügeln begleitet. Dabei hat sich der Künstler an mittelalterliche Vorbilder gehalten. Der Kanzelkorb steht auf einer Säule. Über der Kanzel fehlt ein Schalldeckel. Bei der Renovierung 1881 erhielt die Kanzel einen neuen Platz in der Kirche, d. h. sie wurde aus dem Kirchenschiff an die Grenze des Chorraumes gestellt, damit der neue Eingang an der Südseite benutzt werden konnte.

Das LESEPULT hat Tischlermeister Heinrich Niebuhr aus Betzendorf im Zusammenhang der Kirchenrenovierung 1984 aus einer alten Kirchenbank gefertigt und der Kirche geschenkt.